Förderprojekte

Stretch Your View

Kunst und Kultur

Stretch Your View

Das Schulintensivprogramm für Mittel- und Grundschulen

Veranstaltungstermin

Schuljahr 2019/20

Veranstaltungsort

Haus der Kunst, München

Ort

München

Veranstalter

Haus der Kunst, München

Veranstaltungspartner

Grundschule an der Walliser Straße, München Mittelschule Fernpaßstraße, München

Förderer

Waldemar-Bonsels-Stiftung

Stretch your view ist das neue kulturelle Bildungsprojekt am Haus der Kunst, München. Es wendet sich an Mittel- und Grundschüler*innen aus Bezirken Münchens, deren Elternhäuser die Kinder meist nur spärlich an Kunst und Kultur heranführen. Im Mittelpunkt steht eine einjährige und intensive Zusammenarbeit. 

Globalisierung und Digitalisierung brauchen gute Bildung. Wissen spielt eine Rolle, aber es ist nicht unbedingt das Entscheidende, denn es kann durch die Nutzung der digitalen Medien jederzeit verfügbar gemacht und abgerufen werden. Bildung heißt auch, sich das vorhandene Wissen nutzbar zu machen, es impliziert dabei auch, es zu beurteilen, zu verstehen, anzuwenden und dadurch am Ende neues Wissen hervorzubringen. Kunst schafft dieses Querdenken und das Ausweiten des eigenen Horizonts über den Mikrokosmos hinaus. Deshalb heißt das Projekt "Strech your view“. Es macht fit für die Zukunft - jedes Einzelnen, aber auch der Gesellschaft. 

Es trägt dem Umstand Rechnung, dass sich unsere Gesellschaft in einem tiefgreifenden Wandlungsprozess befindet. Globalisierung und digitale Transformation verändert soziale Kommunikation, Arbeits- und Lernprozesse. Fähigkeiten wie kollaboratives Arbeiten, Kreativität, vernetztes Denken, werden künftig entscheidend für den Erfolg des Einzelnen und der Gemeinschaft sein. Kunst lehrt genaues Sehen, sich für Neues öffnen und differenziertes Denken. Ausstellungen sind Gemeinschaftsarbeiten.

Die Workshops im Haus der Kunst werden zur Blaupause, um junge Menschen fit für die Zukunft zu machen. Als eine Art Studium Generale stehen programmatisch die aktuellen Ausstellungen und drei Bereiche im Fokus: 

  • Historiographisches abgeleitet aus der Erinnerungsarbeit des Hauses; 
  • Multimediales, um verschiedene Narrative zu erfassen; 
  • Inklusives, um Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen. 


Die Schüler*innen lernen Künstler*innen, Kurator*innen und Kunstwerke kennen und arbeiten selbst bildnerisch-praktisch. Mit dem zu Sehenden und dem Wahrgenommenen bietet das Projekt Möglichkeiten, der unvoreingenommenen Art zu experimentieren, indem neue Sicht- und Denkweisen zugelassen und diese mit Informationen zum Kontext des Werkes verknüpft werden.

Die Jungen und Mädchen setzen sich ästhetisch und kritisch-kognitiv mit Inhalten auseinander, erlangen inter- und transdisziplinäre Kenntnisse. Das hat Auswirkungen auf ihre Selbstwahrnehmung und ihr Selbstbewusstsein sowie auf ihre Reflexions- und Kritikfähigkeit und führt zu Offenheit und Toleranz dem Anderssein gegenüber. Über die intensive einjährige Auseinandersetzung mit und über Kunst werden sie selbst zu jungen Expert*innen und zu Botschafter*innen für ihre Generation sowie für ihre Eltern und Geschwister.

Das Pilotprojekt des Schuljahres 2019/2020 findet mit der Förderung durch die Waldemar-Bonsels-Stiftung an folgenden Schulen statt: