Förderprojekte

Bürgervorlesung Bilder zu Klassikern

Wissenschaftsförderung

Vom 26. Oktober 2016 bis zum 8. Februar 2017 findet am Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität in Frankfurt am Main die von der Waldemar-Bonsels-Stiftung geförderte öffentliche Vorlesungsreihe "Bilder zu Klassikern – über Klassizität, Popularität und Aktualität von Illustration und Bilderbuchkunst" statt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Ute Dettmar und Dr. Claudia Maria Pecher widmet sich die interdisziplinär angelegte Ringvorlesung der Diskussion, welchen Anteil Bild- und Illustrationskunst an der Popularität von Kinderbüchern hat, wie und warum Bilderbücher zu Klassikern der Kinderliteratur geworden sind, und worin Faszination und Potential der Bildgeschichten bis heute liegen. LiteraturwissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und LiteraturvermittlerInnen setzen sich mit Fragen der Ikonographie, (Inter-)Medialität und des Kulturtransfers aus historischer Perspektive, sowie im Kontext von Populärkultur, Parodie und Postmoderne auseinander und laden zur Diskussion über alte Klassiker und neue Bilder ein.

Die Ringvorlesung findet im Rahmen der Bürgeruniversität der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. Der Eintritt ist frei.

Begleitend zur Vorlesung zeigt das Heinrich-Hoffmann- & Struwwelpeter-Museum vom 28. Oktober 2016 bis zum 26. März 2017 die Ausstellung „Klassiker des Bilderbuchs.
Von Rotkäppchen bis Grüffelo!“, die von Studierenden des Instituts für Jugendbuchforschung in einem Seminar mit Museumsleiterin Beate Zekorn-von Bebenburg erarbeitet wurde.


Das Rabenbild auf dem Plakat/Flyer © Jonas Lauströer

Im Dezember 2019 ist im Schneider Verlag Hohengehren der Sammelband "Bilder zu Klassikern" erschienen, herausgegeben von Ute Dettmar, Claudia Maria Pecher und Martin Anker. 

380 Seiten mit zahlr. farbigen Abbildungen
24,00 EUR



Das Inhaltsverzeichnis können Sie hier als PDF einsehen. 

Die fünfzehn Beiträge des Sammelbands zu Illustrationen und Bildwelten „klassischer“ Kinder- und Jugendliteratur entstanden im Rahmen der gleichnamigen Ringvorlesung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Wintersemester 2016/17. Anlass der wissenschaftlichen Betrachtung ist die Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Bildern zu internationalen „Klassikern“ der Kinder- und Jugendliteratur. 

Diskutiert werden sowohl grundlegende Überlegungen zur Rolle von Bildern und Bilderzählungen in sog. „Klassikern“ als auch spezifische Formen des Zusammenspiels von Schrifttext und Bildsprache in spezifischen historischen, kulturellen und medialen Kontexten. Beispielgebend werden hier Illustrationen und Bildwelten zu Erzählungen wie Alice im Wunderland, Pinocchio, Peter Pan, Just William oder Pippi Langstrumpf aufgeführt. Bilderbücher wie Der Struwwelpeter des Frankfurter Arztes Heinrich Hoffmann, Wilhelm Buschs Max und Moritz, illustrierte Kinderbücher von Erich Kästner, Astrid Lindgren, Janosch, Otfried Preußler und Paul Maar ebenso wie Wimmelbildwelten von Rotraut Susanne Berner haben sich mit ihren Bildfolgen ins Gedächtnis immer wieder neuer Generationen eingeprägt. Die Lebendigkeit dieser Text-Bild-Inszenierungen zeigt sich nicht zuletzt darin, dass diese bis heute zu neuen Interpretationen und Adaptionen anregen. Der vorliegende Band eignet sich für Studierende, Lehrende und Interessierte der kinder- und jugendliterarischen Fachöffentlichkeit.